Meilensteine

Auf der Dresdner Langen Nacht der (Nano-) Wissenschaften

Die eine Nacht des Jahres, in der jede Dresdnerin und jeder Dresdner einmal zur Forscherin oder zum Forscher werden kann, war für das Team der NZONE die optimale Gelegenheit, Wissenschaftstransfer für Jedermann zu betreiben. Zur Langen Nacht der Wissenschaften laden traditionell fast alle Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Stadt Dresden und Umgebung zu spannenden Experimenten, Vorträge und Vorführungen für Jung und Alt.

In diesem Jahr stellten erstmalig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Beruflichen Fachrichtung Labor- und Prozesstechnik, Didaktik der Chemie und des Leibniz-Instituts für Polymerforschung Dresden e.V. ihre Vorstellungen vom Computern der Zukunft vor. Dabei arbeitet das Team vor allem daran, die Theorie und Modelle hinter dieser Anwendung nicht nur für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sondern für die breite Gesellschaft transparent zu machen. Die Idee der neuen Rechner beruht auf besonderen Wechselwirkungen zwischen Licht als elektromagnetischer Welle und dem elektrischen Feld von Metall-Nanopartikeln, welche man als Plasmonenresonanz bezeichnet. Bekannt ist dieses Phänomen bereits seit dem 4. Jahrhundert und fand beispielweise in Form von rotem Gold in Kirchenfenstern seit dem späten Mittelalter Anwendung. Die wissenschaftliche Erklärung dahinter entdeckte jedoch erst im Jahr 1908 der Däne Gustav Mie. Durch die zunehmende Effizienz und Präzision in der Synthese von Nanostrukturen, haben sich vor allem in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche innovative Anwendungsfelder erschlossen. Unser NZONE-Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, diese modernen Anwendungen aus der Medizin, der Halbleitertechnik und der Computertechnologie für Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe zugänglich zu machen. Was in diesem Vorhaben bisher erreicht wurde, konnte stolz den Gästen in den Räumen des IPF vorgestellt werden. Über informative Poster, die Live-Synthese von Gold-Nanopartikeln und einem Demonstrator bis hin zu einer spielerischen Computeranwendung für Touch-Displays konnten die interessierten Hobbyforscherinnen und –forscher unter fachkundiger Anleitung von Teammitgliedern einen eigenen Zugang zur Idee vom Computer der Zukunft wählen und sich ausprobieren. 

Wir vom NZONE-Team nehmen die vielfältigen Eindrücke und spannenden Diskussionen in die Weiterentwicklung der multimodalen Lernumgebung mit und freuen uns, schon bald auch in Schulklassen aktiv zu sein.